Energie im Körper

Alles ist Energie. Von hier aus könnte ich jetzt über Quantenphysik schreiben, aber ich möchte heute auf etwas ganz Konkretes hinaus: die Energie in dir. In deinem Körper. Dein Energie-System.

Es gibt so viele verschiedene Formen von Energie! Welche kannst du konkret spüren? Wärme und Kälte sind am deutlichsten. Da deckt sich der physikalische Energiebegriff mit der landläufigen Vorstellung von Energie. Aber Energie ist vielseitig:

Wenn ein Kind sich das Knie stößt und Mama legt die Hand drauf und tröstet, dann fühlt sich das Kind besser, als wenn Mama das nicht gemacht hätte. Die Aufmerksamkeit oder Anteilnahme oder das Wohlwollen, die ein Mensch einem anderen zuteil werden lassen, sind eine Form von Energie.

Wenn du eine halbe Stunde lang über deinen bevorstehenden Urlaub nachdenkst, fühlst du dich schon halb erholt. Und wenn du eine halbe Stunde darüber nachdenkst, wie du die Steuererklärung der letzten 3 Jahre machen sollst obwohl du sämtliche Belege dafür vertüddelt hast, fühlst du dich weniger großartig. Du bist in einem jeweils anderen energetischen Zustand. Denn deine Gedanken beeinflussen deinen Energie-Haushalt.

Ebenso kannst du deine Energie über deinen Körper beeinflussen. Das passiert wenn du dich bewegst, Sport machst, dich massieren lässt, eine Akkupressur-Behandlung bekommst…

Es gibt viele Möglichkeiten, die Energie im menschlichen System zu verbalisieren: man spricht von viel oder wenig Energie, fühlt sich energiegeladen oder energielos, was eine quantitative Aussage ist. Das ist anders als die qualitative Unterteilung in aufsteigende und absteigende Energie. Diese ist eher zu vergleichen mit den Begriffen der Aktivität im Sinne von „voller Aktionslust“ im Gegensatz zu Ruhe im Sinne von ausgeglichen sein, in sich ruhen. Energie kann nach außen gerichtet sein oder nach innen, in die Zentrierung und Versenkung im Inneren.

Diese Energie in ihren qualitativen Formen heißt bei den einen Prana, bei den anderen Chi oder Qui und bei den anderen wieder anders. Tatsache ist: sie ist da und wir können sie spüren. Wir spüren sie mit unserem Körper. Unser Körper besteht nicht nur aus dem physischen Körper, der jedem bekannt ist als Körper, sondern auch aus verschiedenen Ebenen und Schichten drumherum und auch innendrin, die alle zusammen unser Energiesystem ausmachen. Es findet ein permanenter Austausch statt zwischen deinem physischen Körper und deinem Energie-Körper. Zwischen dir und deiner Umgebung. Zwischen deiner Umgebung und dem Planeten als Ganzes.

Wenn du daran interessiert bist, dein Energiesystem besser kennenzulernen, bewusst zu beeinflussen und auszubalancieren, dann ist achtsame Bewegung wie Yoga oder Meditation ein möglicher Weg. Du kannst dich über Chakren informieren, die Energiezentren im Körper nach der indischen Ayurveda-Lehre (ich schreibe bald darüber hier etwas), oder über Meridiane, die Energieleitbahnen nach Traditioneller Chinesischer Medizin.

Wichtig ist: wenn es dir auf irgendeiner Ebene nicht gut geht, hat das immer mit allen Ebenen deines Systems zu tun. Und du kannst immer etwas dafür tun, dass es sich bessert, indem du auf einer dieser Ebenen ansetzt. Es wird immer eine Wirkung geben, wenn du dich entscheidest, etwas für dich Gutes zu tun 🙂

2 Gedanken zu „Energie im Körper

  1. Die Körperenergie von der du hier sprichst hat rein gar nichts mit der physikalischen Energie zu tun. Die von dir angesprochenen Methoden welche bewirken, dass ein Mensch sich besser fühlt mögen stimmen, sie haben aber nichts mit Energie zu tun. Wäre dem so dann solltest du sie quantifizieren, in den SI-Einheiten kg*m^2/s^2 ausdrücken können und die physikalische Wechselwirkung aus welcher die Energie deinem Körper zugefügt wird benennen und beweisen, anstatt es einfach zu behaupten.
    Wenn Mama das Kind tröstet dann fühlt sich das Kind vorallem auf Grund von psychischen Vorgängen besser aber es nimmt in keinster Weise physikalische Energie dabei auf. (Außer z.B. die Hand der Mutter ist wärmer als der Körper des Kindes und Wärmeenergie diffundiert zu dem kälteren Kind, wodurch sich dieses erwärmt und tatsächlich Energie, welche aber keinerlei Einfluss auf das Wohlbefinden des Kindes hätte, aufnimmt. Sollte deiner Ansicht nach etwa der Wärmeverlust der Mutter auch einen negativen Effekt auf ihr Wohlbefinden verursachen? Nein!)

    Wirf bitte nicht mit dem Energie Begriff um dich solange du nichts von Physik verstehst. Das Problem liegt wohl vorallem darin, dass der Begriff in eurer Szene sehr verbreitet ist. Bleibt bei Prana, Chi oder Qui um das mentale Körpergefühl von der physikalischen Energie zu differenzieren!!!

    • Hallo Peter!
      Danke für deinen Beitrag. Energie ist ein Begriff der in sehr vielen Bereichen verwendet wird. Nicht nur die Physik kennt das Wort und sie hat es nicht für sich gepachtet. Wenn ein Freund von dir sagt „Wow heute fühle ich mich so richtig energiegeladen“, sagst du ihm dann, dass er das Wort in diesem Kontext nicht benutzen darf, weil es für dieses Gefühl keine Maßeinheit gibt, die die westliche Wissenschaft der Physik kennt?
      Unter anderem ist Energie auch der Begriff der im deutschen am ehesten den Prana- oder Chi-Begriff übersetzt.
      Und außerdem: wieso gehst du davon aus, dass ich von Physik nichts verstehe? Vielleicht studiere ich das ja sogar…?
      Aber ich schreibe in diesem Beitrag eben nicht über Physik sondern über Körper. In der Körperlehre ist der Energiebegriff übrigens sehr gängig. Als Wissenschaftlerin in diesem Bereich würde es mir nicht einfallen, einer anderen Wissenschaft, zum Beispiel der Physik, die Nutzung des Begriffs zu untersagen, nur weil sie ihn anders nutzt als ich.
      Fröhliche Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.