Sonnensturm

In den letzten Tagen gab es die stärksten Sonnenstürme seit vielen Jahren. „Heftige Eruptionen auf der Sonnenoberfläche haben am vergangenen Mittwoch zu starken Sonnenstürmen geführt. Die kosmische Röntgenstrahlung beeinflusst den Handy- und GPS-Empfang“ lese ich ind er Zeitung. Das bedeutet für mich, dass auch wir Menschen davon etwas merken können. Generell gibt es Phasen, in denen Energie aus dem Kosmos auf die Erde und uns Lebewesen wirkt. Der Maya-Kalender sagt solche Phasen oder Tage vorher, man spricht auch von „Portaltagen“. Aktuell befinden wir uns in einer erstaunlich dichten Folge mehrer Portaltage, die ihren Anfang genau an dem Tag genommen hat, also diese starken Sonnenstürme waren. Das fühlt sich für mich nicht nach Zufall an. Mir kommt es gerade so vor, als wenn da ein „Transformationsschub(ser)“ in Aktion ist.

Ich persönlich habe das zum Anlass genommen, in diesen Tagen Rückzug zu üben. Ich habe gemerkt, dass sich auch in mir gerade ein Thema an die Oberfläche kämpft, was gesehen und bearbeitet werden will. Der heutige Tag war recht intensiv was meine Stimmungsschwankungen angeht. Dabei gab es aber auch ein Beispiel für „lustige Transformation“, wie ich es mal nennen möchte:

Ich begann den Tag mit Yoga und war danach eigentlich in einer ausgeglichenen Stimmung (wie immer wenn ich in Ruhe für mich Yoga praktiziert habe), als mich eine mail erreichte, dass angeblich ein Paketlieferant mich nicht angetroffen hatte. Was nicht sein konnte, denn ich war ja zuhause. Über diese Kleinigkeit regte ich mich schon unverhältnismäßig auf, was garnicht meine Art ist. Meine Stimmung schaukelte sich hoch, als ich durch diverse Hotlines des Lieferanten geschleust und mit fadenscheinigen Ausreden abgespeist wurde. Es dauerte eine ganze Stunde bis ich jemanden an der Leitung hatte und bis dahin war ich so in Rage, dass ich mich schon über mich selbst zu wundern begann. Es ist überhaupt nicht typisch für mich, mich von Kleinigkeiten so reizen zu lassen und aus der Haut zu fahren. Nach dem Telefonat hatte ich den Gedanken, dass genau diese Art, sich zu ärgern vollkommen dem zuwieder läuft, was ich sonst anstrebe. Der nächste Gedanke war, dass dieser Ärger den Kräften dienlich ist, die ich absolut nicht unterstützen möchte, dass genau solcher Ärger die „good vibes“ auf dem Planeten zerstört und dass alle Wesen, die von „bad vibes“ leben sich über solche Ärger-nisse freuen, weil es für sie wie Nahrung ist. Plötzlich hatte ich das Bild von einem fiesen Superschurken im Disney-Stil, der diebisch grinsend in seinem Schurken-Chefsessel sitzt und sich die Hände reibt, weil er sieht wie ich mich ärgere. Er lobt sich selbst für die Erfindung von komplizierten Durchwahl-Menüs bei Telefonhotlines und gratuliert sich zu der Erfindung von sämtlichen Services, die den direkten Kontakt zwischen Menschen erschweren, was zu möglichst vielen solcher Missverständnis-Situationen führt. Vor Freude klatscht er in die Hände…

Da wechselte meine Stimmung schlagartig. Ich war ganz plötzlich geheilt von meinem Ärger. Hatte die Unsinnigkeit des Ärgers erkannt, mich davon distanziert, ihn abgelegt und mich sozusagen davon  „de-identifiziert“. Cool. Angewandte Theorie.

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