sich selbst verletzen, sich selbst helfen

Wir Menschen haben manchmal oder auch öfters die seltsame Gewohnheit, uns selbst nicht gut zu tun. Das ist vollkommen unverständlich wenn man drüber nachdenkt, aber es ist so. Wir essen Dinge, wir umgeben uns mit Menschen, wir denken Gedanken, wir sehen Filme, wir umgeben uns mit Gegenden, die uns nicht gut tun, die uns Kraft kosten statt uns Kraft zu geben. So richtig wissentlich machen wir das natürlich nicht. Manche von uns haben sich einfach so weit davon entfernt, wahrnehmen zu können, was ihnen gut tut, dass es ihnen tatsächlich nicht bewusst ist. Andere von uns nehmen zwar wahr, aber lassen diese Wahrnehmung nicht so richtig in den bewussten Teil des Gehirns vordringen.
Ich habe da gestern wieder ein Beispiel an mir selbst beobachtet, es ging um Ernährung, ich hadere derzeit mit Milch und Zucker. In mir ruht ein Wissen, ein Gefühl dazu welche Menge an Milch und Zucker mir gut tut. Und ich überschreite diese Menge quasi täglich, weil es einfach meine „verdiente Mittagspause“ ist, meine „Belohnung“, mein Leckerli. In mir ringen zwei Glaubenssätze und keiner gewinnt. Ein klassischer Fall von „Jein“ – Engel links, Zuckerteufel rechts. Und dann: Bums! Spricht der Körper. Es muss manchmal erstmal weh tun, bevor das aufgeplusterte Zuckermännchen, das in mir tobt, weil es jetzt weniger gefüttert werden soll, von der weisen Instanz in mir zum Schweigen gebracht wird. Die weise Instanz hat die ganze Zeit mit mir gesprochen, sanft und gutmütig. Aber ich warte und warte und höre nicht auf sie, bis sie sich genötigt sieht, auf das Knöpfchen „körperliche Reaktion / Schmerzen“ in meinem System zu drücken.
Warum muss es erst weh tun?
Wir könnten uns das doch ersparen!
Und das ist jetzt ein sehr simples Beispiel, ein bisschen Ernährungs-Wehwehchen ist ja nix gegen all die Schmerzen, die Menschen haben, weil sie nicht auf ihr Innerstes hören. Weil wir uns sträuben wie jeck, den Schritt zu gehen, der uns konfrontiert mit den unangenehmen Seiten in uns. „Schattenarbeit“ heisst das dann im Fachjargon. Wir haben Angst vor dem Anblick diese Schattenseiten, Angst vor den Erkenntnissen über uns selbst, die wir nicht mit Freude begrüßen, Angst vor den Gefühlen, die durchlebt werden wollen, aber die wir nicht fühlen wollen.
Und dann spricht  –  immer  – der Körper. Er spricht so lange und immer deutlicher, bis wir es endlich einsehen und unserer inneren Stimme zuhören.
Mal ehrlich: Sind die körperlichen Schmerzen nicht viel schlimmer? Warum nicht gleich nach innen lauschen, die Ursachen anerkennen, die Arbeit halt erledigen und danach das Leben umso mehr genießen?
Wer nicht weiß, wie er das selbst machen kann, dem empfehle ich Hilfe, zum Beispiel von jemandem der moderne Hypnose-Therapie macht, oder von einem guten spirituellen Berater, Schamanen, Aura-Reader, Energie-Heiler, Fokussing-Praktiker…. Von jemandem, der sich auf den innersten Anteil in uns Menschen ausrichtet, nicht auf den körperlichen. Jemanden der es versteht, unserer Seele zu lauschen, ihre Symbole zu entschlüsseln, ihre Signale zu übersetzen. Gerade wenn es Dir schlecht geht und kein Arzt weiß, warum, sind das die Leute, die Dir helfen können.
Ich bin dankbar, solche Menschen zu kennen, mir helfen zu lassen, wenn ich selbst grad nicht mehr weiß welcher Anteil in mir recht hat, wo ich stehe, was der Kern ist, um den ich mich kümmern muss.
Und um zu so jemanden zu gehen, brauchst Du nicht zu warten, bis die Schmerzen Dich ans Bett fesseln, von Deinem Alltag abhalten oder die Depression Dich zu einem wandelnden Zombie gemacht hat. Der Heiler muss nicht immer der „letzte Weg“ sein, geh einfach schon früher in den Kontakt zu solchen Helfern und übe, Dich Dir selbst zu öffnen. Diese Bereitschaft ist es, die wichtig ist. Lerne, bereit zu sein, selbst die Verantwortung zu übernehmen, anzuerkennen, dass es nicht „die bösen Anderen“ sind, die Dir weh tun, sondern ganz allein Du selbst. Das ist nicht leicht. Aber lohnenswert.
Ich wünsche Dir genug Selbstliebe, um diesen Schritt jederzeit zu gehen!

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